Der Anfang – Chaos, Autos und eine Kamera

Hallo, ich bin Sven Martens, gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, aber ehrlich gesagt war ich nie der Typ für Aktenordner und Schreibtisch. Mein Abenteuer begann nach der Ausbildung, zwei Jahren als Fotograf im Automobilbereich bei der dritt größten Automobilbörse Deutschlands und einem Kunden der 1600 Fahrzeuge auf den Platz hatte – da hab ich gelernt, wie man Autos auf engsten Raum ins Rampenlicht rückt (und Staub auf der Linse vermeidet). Danach wagte ich den Sprung in die erste Selbstständigkeit: Fotografie, Design und fancy 360-Grad-Aufnahmen, natürlich mit Fokus auf Autos. Leider lief’s mit meinem Partner nach einem Jahr auf platte Reifen – wir kamen einfach nicht mehr auf die gleiche Spur.
Also zurück auf null: ein halbes Jahr als Aufbereiter und Mechaniker, drei Monate im Verkauf. Bis mich die Schweiz rief – dort bin ich selbstständig losgezogen, um Autohändlern ihre Bestände abzulichten. Ein Jahr später wieder zurück in Deutschland, ein bisschen schlauer, aber noch lange nicht am Ziel.

Umwege, Tuning und der große Klick

In Deutschland angekommen, jobbte ich ein halbes Jahr im Import-Export-Verkauf, dann ein drei Vierteljahr als Allrounder bei einem Tuningversand – quasi der Mann für alles, vom Schraubenschlüssel bis zur Versandrolle. Danach noch ein halbes Jahr als Verkäufer im Groß- und Außenhandel – und plötzlich kam der Geistesblitz: „Sven, du bist kein Schreibtischmensch, du bist ein Kameramensch!“ Also kaufte ich mir meine erste eigene Kamera und stürzte mich auf Tuningevents. Autos, Menschen, Chrom, Action – ich war im Paradies! Dort hab ich Leute getroffen, Connections geknüpft und meinen Namen in die Szene gebrannt. Das erste verdiente Geld kam schneller als ein getunter Golf um die Kurve. Also wieder selbstständigkeit und siehe da: Die Leute liebten meine Fotos! Automobilhersteller, Agenturen und eine ganze Armada an Kunden standen Schlange. Aber irgendwann wurde der Rummel zu wild – jeder wollte ein Stück von Sven. Nach drei Jahren Erfolg zog ich die Handbremse und nahm eine Auszeit, um mal wieder Asphalt unter meinen eigenen Reifen zu spüren.

Zurück im Fokus – Vollgas mit Leidenschaft

Drei Jahre Pause, drei Jahre Selbstfindung – und dann war klar: Fotografie ist mein Ding, besonders wenn Autos im Spiel sind. Kaum hatte ich die Kamera wieder in der Hand, klingelte das Telefon: Autohäuser wollten ihre Bestände von mir abgelichtet haben. Wie gemacht für mich! Jetzt, vier Jahre später, habe ich einen fetten Kundenstamm, von kleinen Händlern bis großen Playern, und jedes Shooting fühlt sich an wie ein Boxenstopp bei der Formel 1 – schnell, präzise, perfekt. Aber ich bleibe nicht nur auf der Überholspur: Neben Autos biete ich auch Produktfotografie (für alles, was glänzt oder nicht), Eventfotografie (Action garantiert!), Businessfotografie (vom Chef bis zur Kaffeemaschine) und Architekturfotografie (Häuser, die posieren wie Models) an. Ich liebe es, Autos und mehr in Szene zu setzen, und die Leute lieben, was ich daraus mache. Die Reise war kurvig, manchmal mit ein paar Schlaglöchern, aber ich bin genau da, wo ich sein will. Und das Beste? Ich freue mich auf viele weitere Jahre, in denen ich Gas geben kann. Bleibt dran – die Show geht weiter und wer weiß, was noch kommt.